Gefährliche Hitze: Wie Sie sich im Urlaub schützen

Geschrieben am Dienstag, 25 Juli 2017.

Gefährliche Hitze: Wie Sie sich im Urlaub schützen

Gefährliche Hitze: Wie Sie sich im Urlaub schützen

Die Österreicher haben im Vergleich zum vorangegangenen Jahr wieder mehr Lust auf Reisen.

Besonders gern fahren sie nach Italien (23 %) und Kroatien (20 %), doch auch Kreuzfahrten über das Mittelmeer werden immer häufiger gebucht. In den Sommermonaten erreichen die Temperaturen dort häufig bis zu 29 °C – und auch die UV-Index-Werte sind vergleichsweise hoch. Das Risiko, sich einen Sonnenstich oder gar Hitzschlag zuzuziehen, ist also durchaus gegeben. Wie Sie sich davor schützen können, damit der Urlaub kein Reinfall wird, erklärt der folgende Ratgeber.

Sonnenstich: Tückischer Angriff aufs Gehirn

Nebst dem üblichen Sonnenbrand, dem Sie mit Vorbräunenund dem regelmäßigen Eincremen mit Sonnenschutzcreme vorbeugen können, gibt es auch sogenannte Hitzeschäden. Diese kommen nicht wie Sonnenbrand durch das starke UV-Licht, sondern durch die langwellige Wärmestrahlung zustande, und können äußerst unangenehme Folgen haben und mitunter gar lebensbedrohlich werden. Der Sonnenstich gehört zu diesen Hitzeschäden: Er wird durch eine hitzebedingte Reizung der Hirnhaut hervorgerufen. Besonders gefährdet sind Menschen mit wenig Haarwuchs oder einer Glatze. Eine regelrechte Welle an Entzündungssymptomen setzt meist erst Stunden nach dem Kontakt mit der Sonne ein und kann bis zu zwei Tage anhalten: ein hochroter Kopf (ohne gesteigerte Körpertemperatur), Schmerzen, Schwindel, Unruhe und Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Ein ausreichend großer Sonnenhut, der den Kopf und die Nackenregion vollständig verdeckt, kann bereits helfen. Zudem sollten Sie bei großer Hitze regelmäßig in den Schatten gehen und bei Bedarf Ihren Kopf mit feuchten Tüchern kühlen. Auch wenn Sie der Überzeugung sind, dass Sie die Sonne gut vertragen – ein Sonnenstich kann sich vollkommen unbemerkt anbahnen. Stellen Sie sich am besten einen Timer auf Ihrem Smartphone, der Sie daran erinnert, wenn Sie zu lange der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt waren.

Hitzschlag: Akute Lebensgefahr

Ein Kreislaufkollaps aufgrund eines Hitzschlags geschieht meist plötzlich und sollte ärztlich behandelt werden. Ansonsten kann ein schneller Anstieg der Körpertemperatur auf über 40 °C zu dauerhaften Schäden an Organen und Gehirn führen. Warnzeichen sind eine Rötung der Haut von Kopf bis Fuß, ein hoher Puls, niedriger Blutdruck und sogar Krämpfe und Halluzinationen. Begünstigt wird ein Hitzschlag durch Flüssigkeitsmangel, weshalb Sie an heißen Tagen einen halben Liter mehr als die empfohlene Tagesmenge von 2 Litern Wasser trinken sollten. Bei Sport gilt äußerste Vorsicht: Tasten Sie sich langsam an Ihr Pensum heran und trainieren Sie nur morgens und abends. Nicht zu unterschätzen ist der Faktor Kleidung. Eng anliegende beziehungsweise elastische Oberteile und Hosen stören die Blutzirkulation und vermindern die Abfuhr körpereigener Wärme durch Schwitzen. Dasselbe gilt für besonders feste Stoffe wie Denim oder Leder. Machen Sie es also besser wie die Beduinen und tragen Sie weite, lockere Kleidung, die einen vertikalen Luftzug ermöglicht. Frauen greifen zu diesem Zweck ganz einfach auf Sommerkleider, Röcke, Shorts und ärmellose Blusen zurück. Männer sollten ebenfalls darauf achten, dass ihre Kleidung nicht zu eng sitzt, und im Zweifelsfall bei spezialisierten Anbietern nach größeren Größen Ausschau halten. So kann ein XL-Shirt statt einem in Größe L bereits Wunder wirken. Grundsätzlich gilt außerdem, dass helle Farben die Wärmestrahlung besser reflektieren als dunkle. Stoffe wie Baumwolle, Leinen und Seide sind zudem atmungsaktiver als die meisten Alternativen.

 

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