ÖAMTC-Tipps für Kroatien

Geschrieben am Samstag, 24 Juni 2017.

ÖAMTC-Tipps für Kroatien

ÖAMTC-Tipps für Kroatien

Kroatien ist eines der beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher. Doch vor Ort gilt es einiges zu beachten, wenn man Probleme und Strafen vermeiden will.

 

Damit der Urlaub erholsam wird, hat die ÖAMTC Touristik die wichtigsten Tipps für Autofahrer gesammelt.

Verwaltungsstrafen nicht ignorieren!

 „Grundsätzlich sollten die Urlauber nachvollziehbare Verwaltungsstrafen aus Kroatien möglichst vor Ort bezahlen. Eine Strafe ab 70 Euro ist auch in Österreich vollstreckbar, wobei dann die Verfahrenskosten noch dazugerechnet werden“, erklärt ÖAMTC-Touristikerin Dagmar Riedl und warnt: „Strafzettel aus Kroatien sollten auf keinen Fall einfach weggeworfen werden.“ 

Parktickets aufbewahren!

Den ÖAMTC erreichen derzeit vermehrt Anfragen von Mitgliedern, die Jahre nach ihrem Kroatien-Urlaub ein Forderungsschreiben wegen angeblich nicht bezahlter Parkgebühren erhalten haben, berichtet Riedl: „Wir raten daher dringend, sich schon vorab genau über die jeweiligen Parkvorschriften zu erkundigen und gelöste Parktickets fünf Jahre als Beweis aufzubewahren“.

Nicht zu schnell fahren!

Überhöhte Geschwindigkeit hat in Kroatien teils hohe Strafen zur Folge. „Wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h überschreitet, muss ab 65 Euro zahlen. Bei mehr als 50 km/h sind es sogar mindestens 660 Euro. Lenker unter 24 Jahren sollten besonders aufpassen: Sie müssen grundsätzlich auf allen Straßen 10 km/h langsamer fahren als die anderen“, weiß die ÖAMTC-Expertin.

Auf gültiges „Pickerl“ achten!

Trogir (c) Kroatische Zentrale für Tourismus

In Österreich gilt eine Toleranzfrist für eine abgelaufene §57a-Begutachtungsplakette am Auto. Wer mit einem abgelaufenen „Pickerl“ in diesem Zeitraum in Kroatien unterwegs ist, muss allerdings mit Probleme rechnen. „Unsere Mitglieder berichten immer wieder, dass sie deshalb zur Zahlung einer Strafe aufgefordert wurden“, so Riedl: „Auf Nummer sicher geht man daher, wenn das Pickerl noch bis zur Rückreise gültig ist.“

„Grüne Karte“ mitnehmen!

Eigentlich ist die Mitnahme der „Grünen Karte“ bei Reisen innerhalb Europas nicht zwingend erforderlich. Die Praxis zeigt jedoch, dass sie bei Kontrollen immer wieder verlangt wird. „Bei Reisen nach Dubrovnik führt die Strecke für einige Kilometer durch Bosnien-Herzegowina. Dort ist die Grüne Karte in jedem Fall verpflichtend“, gibt die ÖAMTC-Expertin zu bedenken.

Kein rotes Kennzeichen verwenden!

Transportiert man seine Fahrräder auf dem Heckträger des Autos, sollte man entweder ein Modell verwenden, welches das Kennzeichen nicht verdeckt oder das „normale“ weiße Kennzeichen umstecken. Die in Österreich übliche rote Kennzeichentafel ist in Kroatien zwar offiziell anerkannt, viele Polizisten kennen sie allerdings (noch) nicht.

Keine Trüffel ausführen!

Kroatien ist bekannt für seine hervorragenden Trüffel. „Wer lose, unverarbeitete Trüffel ausführt, riskiert aber eine Strafe“, weiß Dagmar Riedl: „Man benötigt dafür unbedingt eine offizielle Ausfuhrgenehmigung des kroatischen Umweltministeriums“. Diese Regelung war vor allem wegen der zahlreichen „Trüffel-Touristen“ aus Italien notwendig, gilt aber natürlich auch für Bürger aller anderen Länder.

Foto: TVB Istrien

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