Tolle Klettertouren in Österreich - Möglichkeiten im Überblick

Geschrieben am Mittwoch, 22 März 2017.

Tolle Klettertouren in Österreich - Möglichkeiten im Überblick

Tolle Klettertouren in Österreich - Möglichkeiten im Überblick

Nicht nur Kinder klettern gerne, auch im Erwachsenenbereich hält sich die Begeisterung. Das Gefallen am Klettern betrifft nicht nur Sportkletterer, sondern immer wieder Urlauber und Personen, die es einfach mal ausprobieren wollen.

Österreich bietet sich hier natürlich hervorragend an. Immerhin hält sich das Land nicht mit Bergen zurück und bietet ungefähr für jeden eine gute Klettermöglichkeit. Reine Erstkletterer, Hobbykletterer, ambitionierte Menschen und natürlich die Sportkletterer wissen, was sie hier finden können. Die Frage ist nur, wo der Sport besonders reizvoll ist? Dieser Artikel zeigt ein paar Möglichkeiten auf.

Abbildung 1: Klettertouren in den Alpen bieten zahlreiche Chancen auf unvergessliche Erlebnisse.  

Ideen für Klettertouren

Wo lässt es sich eigentlich in Österreich gut klettern? Immerhin ist nicht jeder Berg, jeder Hang oder jede Felswand gleich gut geeignet. Einige Örtlichkeiten sollten nur von Profis bestiegen werden, während andere selbst für Erstkletterer bezwingbar sind. Hier einige Möglichkeiten im Überblick: 

Tirol - rund 107 Klettertouren gibt es allein in der Region Tirol. Die Touren variieren in ihrer Länger und Schwierigkeit, so dass wirklich für jeden etwas dabei ist. Eine gute Anfängertour ist die Naunspitz-Südwestkante. Sie gehört zum alpinen Gelände und erstreckt sich über das Kaisergebirge. Der größte Teil der Tour zählt zu den relativ leichten Touren. Bis zur eigentlichen Klettermöglichkeit ist ein Aufstieg von knapp einer Stunde nötig; um zur Spitze zu kommen, geht eine weitere Stunde ins Land. Der Felsen ist mit Bohrhaken gesichert. Der Nachteil an dieser Tour: Das Fahrzeug muss auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz abgestellt werden. Ebenfalls für Anfänger geeignet ist der Führerweg am Totenkirchl. Das alpine Gelände ist mit unterschiedlichen Absicherungen präpariert. Bis zu vier Stunden kann hier geklettert werden. 

Salzburg - ein Großteil der Routen im Salzburger Land erfordert ein wenig Erfahrung. Einzig der Untersberg eignet sich für Anfänger. Die restlichen Klettergebiete, beispielsweise die Südwand des Stadelhorn in den Berchtesgadener Alpen besitzt eine mittlere Schwierigkeit. Hochambitionierte Kletterer finden im Gebiet Raue Welt (Berchtesgadener Alpen), am Hoher Göll-Massiv sowie am Göllstock hervorragende Tourmöglichkeiten. 

Kärnten - sehr einfach erweist sich der Nordostgrat des Mittagskogels. Die Kletterzeit beläuft sich auf gerade einmal anderthalb Stunden und die Schwierigkeit ist so gering, dass auch Erstkletterer ihr Glück versuchen können. Wer sich hingegen an den Koschutnikturm am östlichen Nordkantenpfeiler wagt, hat eine massive Aufgabe vor sich. Der Schwierigkeitsgrad liegt bei der Stufe 10 - Beginner und selbst ambitionierte Kletterer sollten einen großen Bogen um diese Tour in Kärnten machen. Sie ist einzig für Profis geeignet. 

Niederösterreich - mit 55 Klettertouren liegt Niederösterreich in der Mitte der Tourenmöglichkeiten. Auch hier gibt es typische Anfängerrouten, beispielsweise am Doppelsteig in den Gutensteiger Alpen. Ein wenig schwieriger erweist sich die Kletterei am Grafenbergsteig. Wer wirklich zum ersten Mal klettert und sich langsam in den Schwierigkeitsstufen hochklettern möchte, sollte Niederösterreich einfach einmal ausprobieren. Wirklich schwierige Routen sind hier nur selten zu finden, die komplizierteste Route besitzt den Grad 3. 

Oberösterreich - hier gibt es mehr Touren als in Niederösterreich, die sich an nahezu alle Kletterer richtigen. Beginnend mit der Stufe zwei an den Elexenkogel Ostplatten bis hin Sanduhrparadies mit der Stufe neun ist hier alles dabei. Die Tourenzeiten bewegen sich zwischen zwanzig Minuten (Schobersteine) und zehn Stunden (Schlossgespenst und direkter Nordgrad). 

Vorbereitung auf die Kletterei

Unabhängig vom Schwierigkeitsgrad gilt es, einigermaßen körperlich fit zu sein. Ein wenig Vorbereitung ist daher schon im Vorfeld nötig. Die Kondition sollte relativ ausgeglichen sein, wobei es nicht notwendig ist, so fit zu sein, um gleich mehrere Stunden durchjoggen zu können. Es ist immer zu bedenken, dass nicht allein die Kletterei an den Kräften zerrt. Bereits der Aufstieg zur eigentlichen Tour geht steil bergauf und mindert die Kräfte. Aber welche Vorbereitung ist sonst nötig?

Muskelbildung - selbst sportlich fitte Personen sollten nicht unterschätzen, welchen Anstrengungen die Arm- und Rückenmuskeln unterworfen sind. Um sie zu stärken, reicht einfaches Muskeltraining nicht aus. Eine gute Möglichkeit ist, sich mit Klimmzügen vorzubereiten und allgemein auf ein Training umzustellen, welches sich auf kraftfördernde Bewegungen über dem Kopf konzentriert. Doch auch die Beine sollten recht gut mit Muskeln versehen werden. Hier können sich angehende Kletterer mit Sprüngen, Kniebeugen oder auch Krafttraining vorbereiten. 

Für Anfänger - wer wirklich noch nie außerhalb der Obstbäume in der Jugend und Kindheit geklettert ist, sollte vor einer wirklichen Tour das Klettern in gesichertem Umfeld austesten. Fast in jeder Stadt gibt es Kletterparks - wahlweise in Hallen oder auch in der freien Natur. Sie bieten die Möglichkeit, sofort abzubrechen, wenn die Anstrengung zu groß wird. Gleichzeitig stehen Lehrer zur Verfügung, die Anfängern die richtige Technik beibringen. 

Sportkletterer kennen die Anforderungen, die mit der Kletterei zusammenhängen. Aber nicht nur die Fitness spielt eine wichtige Rolle. Ganz im Gegenteil, denn die Ausrüstung ist ebenso von Bedeutung. Hier kommt es in erster Linie auf die Art des Gebirges und dessen Anforderung an. Folgende Punkte müssen unbedingt beachtet werden: 

Handschuhe - selbst der vorsichtigste Kletterer wird sich während der Tour an den Händen verletzten - wenn er keine guten Handschuhe trägt. Das Gestein ist rau und es gibt nichts Unangenehmeres, als wenn die Fingerkuppen am Stein aufgescheuert werden. 

Kletterhelm - der Helm schützt nicht nur bei Stürzen. Seine überwiegende Bedeutung liegt darin, Kletterer vor hinabfallenden Steinen zu schützen. Der Vorkletterer kann noch so vorsichtig sein, es ist immer möglich, dass kleinere oder größere Steine herunterfallen. Wer den eigenen Kopf nicht sichert, kann durch die Steine rasch aus der Konzentration gebracht werden - oder aber sich schwer verletzen. Daher gehört ein Kletterhelm zur absoluten Grundausstattung. Er ist als Hartschalenhelm, Schaumschalenhelm und Hybridschalen-Kletterhelm unter anderem im Online-Handel erhältlich.

Absicherung - je nach Tourengebiet ist eine Absicherung unbedingt nötig. Seile, Klettergurte und ein erfahrener Kletterei, der die Absicherung kontrolliert, sind immer vonnöten. 

Abbildung 2: Klettertouren sollten stets gut vorbereitet werden.

Fazit - Kletterei macht Spaß, darf jedoch nicht unterschätzt werden

Viele Klettergebiete sehen von unten erzwingbar aus. Doch gerade Laien unterschätzen die Schwierigkeiten und Anstrengungen, die das Klettern mit sich bringt. Ein erfahrener Kletterer an der Seite hilft ungemein, wie auch das Starten mit einfachen und recht kurzen Touren. Profis wissen genau, was sie sich zutrauen würden - doch selbst sie besteigen Berge nur in Ausnahmefällen alleine. 

Bildquellen:

Abbildung 1: @ Hans (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ grubertransmedia (CC0-Lizenz) / pixabay.com

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