Influencer Marketing in Hotels & Hostels

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Influencer Marketing in Hotels & Hostels

2018-12-13T10:41:19+00:00 13.Dezember 2018|Allgemein|

Ist Influencer Marketing noch für Hotels und Hostels geeignet?

Es könnte doch alles so einfach sein. Sie eröffnen ein Hotel, richten alles hochwertig ein, buchen einen Influencer oder einen Foodblogger auf Instagram und schon sind alle Zimmer ausgebucht. Hört sich zu gut an? Dann haben Sie sich nicht verhört. In der Realität läuft der Deal meistens so ab: Instagram Post gegen kostenloses Zimmer und Fixbetrag. Wir werfen ein Licht in die Social Media Marketing Branche und erklären Ihnen in diesem Artikel, warum viele Influencer ihren Zenit überschritten haben.

Erste Reaktionen aus der Tourismusbranche – a&o Hostels geben keinen Cent mehr für Influencer aus

Die Probleme, die sich während einer Kampagne auf Instagram ergeben sind der Grund, warum Thomas Hertkorn, Online-Marketing Chef bei a&o Hostels keine Influencer mehr buchen wird. „Es gibt keinen messbaren Impact und auch keine redaktionelle Kontrolle. Gleichzeitig sind die Kosten für eine Kampagne sehr hoch. Das steht in keinem Verhältnis.“, erklärt er öffentlich. „Wir wollen einen echten Mehrwert für unsere Gäste und keine unnötigen Kostentreiber.“

Auch andere Unternehmen ziehen sich mehr und mehr aus dem Bereich Influencer Marketing zurück. Zu schwierig sei es, den Erfolg im Verhältnis zu den Kosten zu messen.

Hitzige Diskussionen über Influencer auf Instagram, Youtube und Co.

Nachdem die letzten Jahre einen starken Boom gebracht haben, scheinen die goldenen Zeiten gerade für die kleineren Kanäle vorbei zu sein. Nachdem Facebook seinen Algorithmus damals verschärfte und unbezahlt kaum noch Reichweite zu erzielen war, schien Instagram der rettende Anker und bis zum Sommer 2018 erwies sich diese Vermutung als richtig. Make Up, Fashion und mehr wurden die Geldbringer auf Instagram. Doch dies sei nun wahrscheinlich vorbei, erklärt  Toan Nguyen, Partner in der Werbeagentur Jung von Matt/Sports. Er und sein Team haben eine Analyse durchgeführt.

Hierbei wurden die 1200 wichtigsten und größten Instagram Kanale von Influencern beobachtet. Der Peak war im Sommer 2018, doch nun scheint es vorbei mit der großen Reichweite. Besonders die kleinen Accounts, die aus rein finanziellen Aspekten heraus erstellt wurden, werden es in der Zukunft schwer haben. Wer jedoch echt ist und sich nicht für die Werbeeinnahmen verbiegt, kann auch in 2019 noch sehr erfolgreich sein. Die Fans und auch die Unternehmen hätten Instagram inzwischen immer weiter verstanden. Mit einem Post a la „Hier ist das Produkt, bitte jetzt kaufen.“ ließe sich keine Reichweite mehr erzielen.

Ist Social Media Marketing nun tot?

So weit will man natürlich nicht gehen. Doch was bringt es einem Hotel, wenn ein Influencer ein kostenloses Zimmer, beispielsweise in einem Luxusresort, sowie einen größeren Geldbetrag bekommt, der Werbepost jedoch keine weiteren Buchungen bringt? Der Algorithmus von Instagram macht es möglich. Innerhalb kurzer Zeit lassen sich Interaktionen und Fans mit Bots aufbauen. Außen hui und innen pfui. Auch die Auswahl der Zielgruppe ist für Unternehmen nicht leicht. Postet der Influencer ein Bild einer Traumsuite, ist noch lange nicht sicher, ob die Fans sich so ein Angebot überhaupt leisten können. Sehr viele Nutzer auf Instagram sind noch unter 18 Jahren und haben kein eigenständiges Einkommen.

 

Bildnachweis: anyaberkut/clipdealer.de