Die besten Restaurants Österreichs ausprobieren, die schönsten Gegenden Italiens besuchen oder die Kultur Ungarns erkunden. Überall dort bleiben, wo es einem gefällt – und dabei doch immer mobil sein: Das sind die wesentlichen Vorteile eines Urlaubs mit Wohnwagen. Die fahrbare Unterkunft verbleibt auf dem Campingplatz, während man das neue Ausflugsziel mit dem Auto erkundet. Ein Wohnwagen ist aber auch preislich von Vorteil, denn er ist deutlich kostengünstiger als ein Wohnmobil. Zur großen Reisefreiheit braucht man allerdings ein wichtiges Detail: Der Pkw muss eine Anhängerkupplung haben.

Anhängerkupplung nachrüsten: Was muss man beachten?

Mithilfe einer Anhängerkupplung lässt sich ein Pkw mit einem Anhänger verbinden, beispielsweise mit einem Wohnmobil. Aber auch Heckgepäckträger und Fahrradträger setzen das praktische Zubehör voraus. Bei einem Pkw werden grundsätzlich sogenannte Kugelkopf-Kupplungen benutzt. Sie sind genormt und haben einen Durchmesser von fünf Zentimetern. Das Gegenstück befindet sich am jeweiligen Anhänger: eine Kugelpfanne mit einem Hebelverschluss. Verbindet man beides, ist das Gespann fahrbereit – zumindest fast. Denn ohne Elektrik geht es nicht. Anhänger und Wohnwagen sind von Haus aus mit einer elektrischen Anlage ausgestattet. Diese muss per Elektrosatz mit dem Zugfahrzeug verbunden werden. Bei den meisten Fahrzeugen findet sich im Kabelbaum bereits ein Anschluss für den Elektrik-Satz, sodass der Anhänger via Adapter mit dem Fahrzeug gekoppelt werden kann. Die Elektrik sorgt dafür, dass der Wohnwagen über funktionierende Bremslichter und Blinker verfügt.

Typberatung: Welche Kupplung passt zu mir?

Wer sein Auto wohnwagentauglich machen möchte, kann online mit wenigen Klicks das passende Modell fürs eigene Fahrzeug ausfindig machen. Für die meisten Pkw sind außerdem Anhängerkupplungen in verschiedenen Ausführungen verfügbar. Am gebräuchlichsten ist die sogenannte starre Anhängerkupplung, bei der die Kugelstange am Fahrzeug verbleibt. Dieser Kupplungstyp ist nicht nur praktisch, weil man nicht ständig montieren muss, er ist auch besonders langlebig und kostengünstig. Allerdings kann es bei Fahrzeugen mit Einparkhilfe passieren, dass diese die Kupplung für ein Hindernis hält.
Eine Alternative dazu ist die abnehmbare Anhängerkupplung. Sie ist ideal, wenn man nur selten einen Anhänger benötigt. Diese Form gibt es als Automatikversion, aber auch als Hand- oder Hebelsystem. Beim Handsystem wird die Kupplung vertikal montiert, also von unten angebracht. Beim Hebelsystem dagegen wird die Kupplung waagerecht angebaut.
Darüber hinaus gibt es auch Anhängerkupplungen, die schwenkbar sind. Diese Komfortklasse unter den Kupplungen ist dann ideal, wenn man ein Auto mit wenig Raum für die Kupplung hat. Sie ist nämlich besonders kompakt gebaut und braucht daher nur wenig Platz. Dazu kommt, dass sich schwenkbare Anhängerkupplungen besonders schnell „verstecken“ lassen, wenn sie nicht gebraucht werden.

Die Sache mit der Stützlast

Mit dem Begriff Stützlast wird das Gewicht bezeichnet, das die Deichsel auf den Kugelkopf des Zugfahrzeugs bringt. Sie ist einer der wichtigsten Werte überhaupt, denn sie hat Einfluss auf die Zuladung – vor allem aber auf die Fahrsicherheit. Die Stützlast geht immer vom Zugfahrzeug aus und ist im Fahrzeugschein angegeben. Die meisten Pkw haben eine Stützlast zwischen 50 und 100 Kilogramm, einige SUVs liegen allerdings darüber. Eine hohe Stützlast bedeutet unter anderem, dass der Wohnwagen nicht so leicht ins Schlingern gerät. Sie bestimmt ebenfalls, wie viele Fahrräder oder E-Bikes auf einem Fahrradträger sicher transportiert werden können. Darüber hinaus ist auch die Führerscheinklasse entscheidend. In den meisten Fällen reicht für einen Camper der Führerschein B, vorausgesetzt Wohnwagen und Zugfahrzeug wiegen zusammen nicht mehr als 3500 Kilogramm. Der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club ÖAMTC hat die wesentlichen Voraussetzungen hier zusammengefasst.

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