Vorsicht in Italien

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Vorsicht in Italien

2019-06-28T11:11:59+00:00 28.Juni 2019|Allgemein|

Italien wird auch heuer für viele Österreicher das ausgewählte Reiseziel für den Sommerurlaub sein. Wer sich vor der Reise mit einigen italienischen Gepflogenheiten und aktuellen Herausforderungen auseinandersetzt, kann Ärger und Strafen vermeiden. ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner hat die fünf wichtigsten Fakten parat.

– Staugefahr. Auf der Autobahn A4 wird zwischen Palmanova und Portogruaro eine zusätzliche Fahrspur in jede Richtung gebaut. „Wegen der Bauarbeiten kommt es in beiden Fahrtrichtungen zu Staus und längeren Wartezeiten. Wenn möglich, sollte man den Autobahnbereich umfahren und auf die Bundesstraßen ausweichen”, empfiehlt die Expertin.

– Verwirrung um Verkehrszeichen. Derzeit sorgt bei Urlaubern ein bisher unbekanntes Verkehrszeichen für Verwirrung, das den einzuhaltenden Sicherheitsabstand zwischen zwei Pkw vorschreibt. Zum Einsatz kommt es vor Tunneleinfahrten auf der Autobahn – vor allem im Kanaltal (zum Beispiel vor Udine). Der Hintergrund: In Tunneln ist die Unfallgefahr oft größer und die Unfallfolgen sind schwerwiegender als gewöhnlich. Ein größerer Sicherheitsabstand soll das erhöhte Risiko entschärfen.

– Höhere Verkehrsstrafen. „Die Strafen für Verkehrsdelikte sind in Italien oftmals viel höher als hierzulande”, warnt die ÖAMTC-Expertin. So kostet das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung mindestens 165 Euro, 20 km/h zu viel am Tacho kosten mindestens 175 Euro und für das Fahren ohne Gurt zahlt man mindestens 85 Euro. Zudem  sind die Strafen nachts nochmals um ein Drittel höher. Bezahlt man innerhalb von fünf Tagen, werden allerdings 30 Prozent nachgelassen. Dafür verdoppelt sich die Forderung, wenn nicht innerhalb von 60 Tagen gezahlt wird.

– ZTL. Möchte man eines der historischen Stadtzentren in Italien besuchen, sollte man die „ZTL” kennen – die „Zona traffico limitato”. Für die Einfahrt in diese verkehrsberuhigten Zonen benötigt man immer eine Genehmigung – sonst drohen mindestens 80 Euro Strafe. „Befindet sich das gebuchte Hotel innerhalb einer ZTL, bittet man am besten rechtzeitig das dortige Personal, eine Sondergenehmigung zu beantragen”, rät Maria Renner.

– Kindersitze mit Alarm. Voraussichtlich ab November 2019 gelten in Italien neue Vorschriften für die Kindersicherung. Dann dürfen Kinder bis vier Jahre nur noch in Sitzen mit Alarmsignal befördert werden. Der Alarm soll verhindern, dass die Kinder im Auto vergessen werden. Ursprünglich war diese Neuerung bereits für Juni geplant. „Die Regelung betrifft nur Fahrzeuge, die in Italien zugelassen sind – damit aber auch Mietwagen”, weiß die ÖAMTC-Expertin: „Hier sollte bereits bei der Anmietung geklärt werden, ob entsprechende Kindersitze vorhanden sind.”

Quelle: travel4news.at

Foto: italia.it