Prosecco boomt und boomt. Der unkomplizierte und heitere Schäumer ist zum Inbegriff des italienischen Schaumweins schlechthin geworden. Mehr als 500 Millionen Flaschen Prosecco werden jährlich erzeugt – über drei Viertel davon gehen in den Export. Heimat des Prosecco ist das Veneto.

Zwischen den Kategorien »Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG« und »Prosecco DOC« gilt es genau zu unterscheiden. Von Ersterem werden rund 90 Millionen Flaschen gefüllt – der große Rest entfällt auf Prosecco DOC. Die Hügel um Conegliano und Valdobbiadene nordwestlich von Treviso sind das ursprüngliche Produktionsgebiet für Prosecco. Die Weingärten befinden sich ausschließlich in Hanglagen, einige stehen an Steilheit jenen an der Mosel um nichts nach. Nur Prosecco, der aus diesen Lagen kommt, darf sich Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG nennen. Weit größere Mengen werden vom Prosecco DOC erzeugt. Diese Ursprungsbezeichnung besteht seit 2009, erstreckt sich über zwei Regionen – Veneto und Friaul-Julisch Venetien – und umfasst neun Provinzen, von Vicenza im Westen bis Triest im Osten. Die Weinflächen liegen überwiegend in der Ebene. Basis für Prosecco ist die Glera-Traube, deren Anteil mindestens 85 Prozent betragen muss. Den Rest bilden weitere lokale Sorten. Die Glera-Traube zeichnet sich durch zarte Aromatik aus. Damit diese erhalten bleibt, wird Prosecco im Tankgärverfahren erzeugt.

(Quelle: Falstaff)