Vorsicht in Kroatien

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Vorsicht in Kroatien

2019-09-16T15:59:28+00:00 16.September 2019|Allgemein|

Kroatien hat die Strafen für viele Delikte im Straßenverkehr drastisch erhöht. Autolenkern drohen empfindliche Bußgelder bis zu 20.000 Kuna – umgerechnet rund 2.700 Euro. Sogar Freiheitsstrafen sind möglich. Im Wiederholungsfall kann zudem das Fahrzeug beschlagnahmt und ein vorläufiges Fahrverbot vor Ort verhängt werden.

Der kroatische Gesetzgeber begründet die Verschärfung mit der hohen Anzahl schwerster und tödlicher Unfälle. Mit 77 Todesopfern pro einer Million Einwohner lag Kroatien im Jahr 2018 weit über dem EU-Durchschnitt (49) und den Zahlen in Österreich (45). Der ÖAMTC hat einen Überblick über die erhöhten Strafsätze zusammengestellt:

Geschwindigkeitsüberschreitung in Ortschaften:
20 bis 30 km/h: 135 Euro
30 bis 50 km/h: 405 bis 950 Euro
Mehr als 50 km/h: 1.350 bis 2.700 Euro oder Freiheitsstrafe bis zu 60 Tagen

Geschwindigkeitsüberschreitung auf Freilandstraßen:
10 bis 30 km/h: 68 Euro
30 bis 50 km/h: 270 Euro
Mehr als 50 km/h: 675 bis 2.030 Euro

Missachten der roten Ampel:
405 bis 950 Euro (bisher ab 270 Euro)

Nicht anhalten am Fußgängerübergang:
405 bis 950 Euro (bisher ab 270 Euro)

Telefonieren während der Fahrt: 
135 Euro (bisher ab 65 Euro)

Motorradfahren ohne Helm:
135 Euro (bisher ab 65 Euro)

Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss:
405 bis 2.700 Euro oder Freiheitsstrafe bis zu 60 Tagen (bisher ab 95 Euro)

„Offene Strafen aus Kroatien können in Österreich zwangsweise eingetrieben werden. Daher sollten ausländische Strafzettel keinesfalls ignoriert werden”, warnt die ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner: „Auch bei der Wiedereinreise nach Kroatien ist die Einforderung der Strafe möglich.”

 

www.oeamtc.at