
Das Haus Zirngast in Schladming startet nach einem Vollbrand durch. Mit dem Kärntner Zwei-Hauben-Koch Thomas Gruber und einem Boutiquehotel im Hygge-Stil.
Von Christin Pogoriutschnig
Ein Vollbrand vor der Neueröffnung – so liest sich der Albtraum eines jeden Hoteliers, der für Andrea und Marcel Zirngast zur Realität wurde. Für das sympathische Paar hieß es aber: Aufgeben gibt’s nicht.

Hygge im ganzen Haus
Das wiedereröffnete Boutiquehotel der Familie Zirngast in Schladming präsentiert sich als frischer Wind in der heimischen Hospitality. Tonangebend ist dort nämlich das skandinavische Lebensgefühl „Hygge“, das sich von der Gestaltung der Zimmer mit hellen Naturmaterialien bis hin zur Kulinarik mit kreativer Wohlfühlküche harmonisch durchzieht.
Nun sprüht das urbane Boutiquehotel nur so vor Leben – und mit ihm auch sein Restaurant. „Es macht so viel Spaß, und was wir machen, kommt super an!“, freut sich Thomas Gruber, der für seine Hingabe zur Regionalität bekannt ist – ein Küchenstil, den er hier nach Lust und Laune umsetzen kann: „Wir beziehen zum Beispiel Wagyu-Rind aus dem Nachbarort. Und das gibt es eben eine bestimmte Zeit, und dann kommt die nächste Zutat, die gerade verfügbar ist.

Szegediner Krautfleisch mit Karpfen
Gemeinsam mit Souschefin Michelle Kohlweiss entstand zudem ein neuer Gourmet-Stammtisch. Die Mission: die klassische Wirtshausküche mit neuen Konzepten aufzufrischen. Von Mittwoch bis Freitag um jeweils 18 Uhr lädt das Küchenteam zum 10-Gang-Gourmetmenü für maximal acht Personen. Exklusiv und bodenständig gleichermaßen. Der Kochstil entspricht in etwa „wie ich als Koch gerne essen möchte, wenn ich irgendwo hingehe“, lacht Gruber. „Ehrlich, regional und unprätentiös.“ Heißt beispielsweise: Cacio e Pepe auf steirisch – der italienische Klassiker mit Schupfnudeln umgesetzt. Oder: Szegediner Krautfleisch – aber vom Karpfen.

(c) MARCSTICKLER, Jörg Lehmann, Haus Zirngast
