
Früher eine katholische Schule für benachteiligte Kinder, heute eine Bar: das Al Milani. So einen schicken Treff würde man hier nicht vermuten. Wir befinden uns in Follina – ein kleiner beschaulicher Ort mitten im Kerngebiet des Prosecco in der Nähe von Valdobbiadene. Benannt ist die Bar nach einem engagierten Pfarrer namens Milani, der sich um die Kinder kümmerte.

Mit viel Gefühl wurde der Charme der historischen Substanz erhalten. Am Plafond eine schöne neue Holzdecke, in der Mitte stehen dezent beleuchtete, verspiegelte Regale mit vielen bunten Flaschen. Aus den Espressomaschinen faucht es und verführerischer Duft von frisch gebrühtem Kaffee weht herüber. Der Tresen blitzt nagelneu, auf den Arbeitsflächen aus Marmor werden Früchte für Cocktails geschnitten.
Am Abend gibt es auch warme Küche: alle möglichen Burger, Pasta, Muscheln, feine Sandwiches und typisch italienische Süßigkeiten.

Als wir an der Kassa zahlen wollen (nur 2,50 Euro für einen Cappuccino), winkt die Besitzerin Luisa lächelnd ab. „Bei uns ist es Brauch, dass man nicht zahlen muss, wenn man das erste Mal Gast ist.“
Piazza IV novembre, 22, Follina, www.facebook.com/almilanifollina
