Fischtrattoria in Marano Lagunare

Geschrieben am Donnerstag, 15 Dezember 2016.

Fischtrattoria in Marano Lagunare

Barcaneta - Fischtrattoria in Marano Lagunare

Im Winter an die Adria? Klar, zum Fischessen nach Marano Lagunare. Wir empfehlen die „Barcaneta“, eine echt gute Fischtrattoria.

Marano Lagunare als Winterziel? Aber sicher. Jetzt ist der Fangreichtum im reizenden Fischerort „hinter“ Lignano am größten – und man kann sich in der „Boutique del pesce“ in der Via Roma 22 herrlich mit feiner Adria-Frischware versorgen und diese eisgekühlt heimwärts transportieren.

Vorher aber: Ein Orts- und Hafenbummel. Und: essen gehen. Ein Freund hat uns zur „Barcaneta“ geraten, eine gemütliche Fischtrattoria am Hauptplatz. Beim Eingang knistert das Holz am Fogolar, hier werden auch Aale auf Holzspießen gebraten, allerdings nur auf Vorbestelllung. 

Mario, Sohn des Hauses, ist das Ein-Mann-Service, er bringt backwarmes Brot und eine Art Sesamkipferl. Herrlich knusprig. Dann starten wir einfach köstlich mit Scheiben von eingelegter Ombrina (Schattenfisch) mit süßer Zwiebel aus Cavasso Nuovo, ein Slowfood-Presidii.

Gang zwei sorgt für schöne Kontraste: Lauwarme Heuschreckenkrebse auf einem Mix aus Radicchio und Rüben, hatten wir noch nie und schmeckt überraschend und spannend. Die zartsaftigen Gamberi serviert Koch und Wirt Claudio Moretti auf (etwas linder), zitroniger und „minziger“ Zucchinicreme. An den Jakobsmuscheln auf fast knusprigen Spinatblättern gefallen a) die Röstaromen und b) die Saftigkeit, am Filet von der Goldbrasse die Würze mit Kreuzkümmel und Salzkristallen und die flaumige Rübenbeilage.

Gang des Tages ist ein Eintopf von Seppia, Artischocken und Tomaten mit cremiger Polenta – etwas spicy und zum „Hineinlegen“. Schön klassisch die Spaghetti vongole, in dichter Fisch-Muschelsauce. Ja, und das hausgemachte Tiramisu ist extracremig und man bekommt bei Tisch frischen Kaffee in die Biskotten. Köstlich.

Herr Moretti hat sich auf Antipastiportionen spezialisiert, man schmaust einige Gänge, trinkt guten Vino (Flasche Hauswein von Bruno Venica 12 €) und freut sich auch beim Essen über faire Preise: Antipasti ab 8, Secondo ab 12, 5-Gang-Menü 35 €. Claudios Ehefrau führt übrigens die nahe, ebenfalls gute Osteria „Porta del Mar“.

PS: Im aktuellen Alpe-Adria-Magazin gibt‘s eine Reportage über Adriaorte im Winter.

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