Regeln für Italien

Geschrieben am Freitag, 30 Juni 2017.

Regeln für Italien

Regeln für Italien

Italien ist auch heuer das beliebteste Reiseziel der Österreicher im europäischen Ausland – Tendenz steigend. Autoreisende sollten aber unbedingt bedenken: Die italienischen Verkehrsbestimmungen sind teilweise sehr spezifisch und auch sehr streng.

 

Der ÖAMTC hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Verkehrsberuhigte Zonen beachten!

Viele historische Stadtzentren sind verkehrsberuhigte Zonen – sogenannte „Zona traffico limitato“. Befindet sich das gebuchte Hotel innerhalb einer solchen Zone, muss rechtzeitig eine Sondergenehmigung beantragt werden, was das Hotel meistens übernimmt. Fährt man unerlaubt in eine Zone, muss man mit einer Strafe ab 80 Euro aufwärts rechnen. Für Tagesgäste empfiehlt es sich, außerhalb des Stadtzentrums zu parken.

Warnweste anlegen!

Hat man in Italien eine Panne oder einen Unfall, muss jede Person, die die Fahrbahn oder den Randstreifen betritt, eine Warnweste tragen. Radfahrer sind ebenfalls verpflichtet, eine Warnweste zu tragen, wenn sie nachts außerorts unterwegs sind oder Tunnels befahren.

Licht einschalten!

In Italien gilt die „Licht am Tag“-Pflicht für alle Fahrzeuge, die außerhalb der Ortschaften unterwegs sind. Moped- und Motorradfahrer müssen das Licht zudem auch im Ortsgebiet anschalten. „Tagfahrleuchten sind zwar zulässig, doch insbesondere bei schlechter Sicht ist das Abblendlicht zu bevorzugen“, rät ÖAMTC-Expertin Kristina Tauer.

Strandregeln respektieren!

Die Vorschriften und Badeordnungen an den Stränden unterscheiden sich von Region zu Region. Im Badeort Bibione ist beispielsweise das Rauchen an den Stränden verboten. Haustiere sind auf fast allen Stränden nicht erlaubt. In Bibione gibt es aber beispielsweise einen eigenen Hundestrand. Wildes Campen, das Entzünden eines Lagerfeuers und das Übernachten am Strand sind ebenfalls untersagt. „Urlauber sollten die oft strengen Regeln unbedingt beachten. Ein Verstoß kann nämlich teuer werden“, betont die ÖAMTC-Touristikerin.

Nicht im Auto rauchen!

Fahren Schwangere oder Minderjährige mit, ist es in Italien streng verboten, im Fahrzeug zu rauchen. Die Höhe der Strafe richtet sich nach dem Alter der Kinder: 500 bis 5.000 Euro werden fällig, wenn Kinder unter 12 Jahren an Bord sind, 250 bis 2.500 Euro bei Kindern im Alter von 12 bis 17 Jahren.

Grüne Karte mitnehmen!

Eigentlich ist die Mitnahme der „Grünen Versicherungskarte“ innerhalb der EU nicht mehr zwingend erforderlich. Wie mehrere aktuelle Fälle zeigen, kommt es aber immer wieder zu Kontrollen und (ungerechtfertigten) Strafen. „Daher empfehlen wir dringend, die aktuelle Grüne Karte an Bord zu haben“, so Tauer.

Keine getrennte Rechnung verlangen!

In Italien ist es in den Restaurants üblich, dass pro Tisch eine gemeinsame Rechnung ausgestellt wird. „Man sollte keine exakt auseinander dividierten Rechnungen fordern. Viel sinnvoller ist, gemeinsam zu bezahlen und anschließend untereinander abzurechnen“, empfiehlt Tauer. Das Trinkgeld ist meist schon in der Rechnung inbegriffen. Will man den Service extra belohnen, lässt man am besten ein wenig Wechselgeld am Tisch liegen.

Keine Fälschungen kaufen!

Auch wenn es oft nicht so aussieht: Markenpiraterie ist in Italien verboten. Wer Produkte kauft oder auch nur annimmt, bei denen eine Fälschung hinsichtlich Marke oder Muster klar ersichtlich ist, riskiert Strafen bis zu 10.000 Euro. Die gefälschte Ware wird darüber hinaus konfisziert.

Nicht an der Mautstation rückwärts fahren!

Die streckenabhängige Straßenbenützungsgebühr ist in Italien an den Mautstationen zu zahlen. Je nach Bezahlart muss man sich in verschiedene Spuren einreihen. „Landet man aus Versehen in einer falschen Spur oder funktioniert die Bezahlung nicht, sollte man auf keinen Fall zurückschieben. Denn sonst droht nicht nur eine hohe Geldstrafe, sondern im schlimmsten Fall sogar ein Fahrverbot“, warnt die ÖAMTC-Expertin. Stattdessen sollte man den Notrufknopf am Automaten verwenden. Das Kontrollpersonal ermöglicht dann die Weiterfahrt durch die Ausgabe einer Quittung, die man an einer nächsten Maut- oder an einer Zahlstation an einer Raststätte begleichen kann.

Weitere Informationen zu den Verkehrsregeln in Italien oder den benötigten Dokumenten sind in der ÖAMTC Länder-Info zu finden.

 

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